Die USA beheimaten einige der spektakulärsten Naturwunder der Erde. Ganze 61 davon tragen derzeit den besonderen Schutzstatus des „Nationalparks“, wovon sich die meisten im Westen des Landes befinden. In den letzten dreizehn Jahren hat TUI Kollegin Caroline fast alle Nationalparks der USA besucht – oft sogar mehrmals. Ihre persönlichen TOP 10 der Nationalparks an der Westküste der USA verrät sie dir hier.
- Westküste USA: Nationalparks entdecken
- Top 1 – Crater-Lake-Nationalpark, Oregon
- Top 2 – Yellowstone-Nationalpark, Wyoming
- Top 3 – Yosemite-Nationalpark, Kalifornien
- Top 4 – Mount-Rainier-Nationalpark, Washington
- Top 5 – Canyonlands National Park Needles District, Utah
- Top 6 – Joshua-Tree-Nationalpark, Kalifornien
- Top 7 – Death-Valley-Nationalpark, Kalifornien
- Top 8 – Big-Bend-Nationalpark, Texas
- Top 9 – Capitol-Reef-Nationalpark, Utah
- Top 10 – Grand-Canyon-Nationalpark, Arizona
- Übersicht Nationalparks USA Karte – Westküste
- Häufige Fragen zu Nationalparks USA
Westküste USA: Nationalparks entdecken
Das sind meine persönlichen TOP 10 Nationalparks USA im Westen. Jeder einzelne Park ist für sich außergewöhnlich, hat seinen ganz eigenen Zauber und bietet unterschiedlichste Möglichkeiten zum Erkunden. Ich wünsche viel Spaß dabei!
Top 1 – Crater-Lake-Nationalpark, Oregon
Besonderheit des Crater-Lake-Nationalparks:
Der Anblick des fast unwirklich tiefblauen und bis zu 600 Meter tiefen Kratersees von einem der Aussichtspunkte am „Rim Drive“ verschlägt dir die Sprache.
Beste Reisezeit Crater-Lake-Nationalpark:
Aufgrund seiner Hochlage und extremen Schneefalls im Winter beschränkt sich die Reisezeit auf Mitte Juli bis Mitte Oktober.
Reisetipps für den Crater-Lake-Nationalpark:
Plane einen vollen Tag ein! Ich empfehle die Wanderung auf den „Garfield Peak“, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über den See hat. Auch die Bootsfahrt auf die am westlichen Ende gelegene „Wizzard Island“ ist ein unvergessliches Erlebnis. Fun Fact: Die Wasserqualität des Crater Lake ist die Beste in ganz Nordamerika. Der See hat weder Zu- noch Abflüsse und besteht ausschließlich aus Regen- und Schneeschmelzwasser. Die Wassermenge tauscht sich etwa alle 250 Jahre aus.
Top 2 – Yellowstone-Nationalpark, Wyoming
Besonderheit des Yellowstone-Nationalparks:
Der Yellowstone-Nationalpark in den Rocky Mountains ist der älteste der Welt und extrem abwechslungsreich: Geysire, heiße geothermale Quellen, farbenfrohe Pools, Wasserfälle, Canyons und eine vielfältige Tierwelt erwarten dich. Ich habe bei meinen Besuchen hier Bären, Grizzlies, Wölfe, Adler und Elche gesehen. Die meisten Wanderwege sind flach und gut ausgebaut.
Beste Reisezeit Yellowstone-Nationalparks:
Die optimale Reisezeit ist wegen der schneereichen Winter von Mitte Juni bis Mitte Oktober.
Reisetipps für den Yellowstone-Nationalpark:
Die Erkundung des 9000 Quadratkilometer großen Erholungsgebietes erfordert mindestens vier Tage. Vom „Fairy Falls Trail“ bietet sich dir eine atemberaubende Aussicht auf die farbenprächtige „Grand Prismatic Spring“ – mit fast hundert Metern Durchmesser eine der größten heißen Quellen der Welt. Es gibt eine Reihe von Lodges direkt im Park, z.B. die Old Faithful Snow Lodge. Ansonsten bietet der kleine Ort „West Yellowstone“ vor dem nordwestlichen Parkeingang eine Vielzahl von Unterkunftsmöglichkeiten und eine gute touristische Infrastruktur. Das Yellowstone Park Hotel lockt mit Indoorpool und Lagerfeuerplätzen.
Top 3 – Yosemite-Nationalpark, Kalifornien
Besonderheit des Yosemite-Nationalparks:
Der Yosemite-Nationalpark ist ein wunderschönes Fleckchen Erde inmitten der Sierra Nevada.
Beste Reisezeit Yosemite-Nationalparks:
Im Frühjahr sind die vielen Wasserfälle wegen der Schneeschmelze am eindrucksvollsten und der Park noch nicht ganz so überfüllt wie speziell an den Sommer-Wochenenden. Dafür ist meist die „Tioga Road“ noch gesperrt – eine über 3000 Meter hoch gelegene Traumstrasse, welche vom Osten ins Yosemite Valley führt.
Reisetipps für den Yosemite-Nationalpark:
Zwei Tage solltest du hier für die Erkundung einplanen. Der Postkarten-Anblick auf die Granitfelsen „El Capitan“ und „Half Dome“ vom Aussichtspunkt „Tunnel View“ sind ebenso ein Muss wie die Fahrt hoch zum „Glacier Point“ und die Mammutbäume im „Mariposa Grove“. Eine tolle Wanderung führt zum wunderschönen „Vernal Fall“. Wenn du den Park im Frühjahr besuchst, unternimm unbedingt die Wanderung zum „Mirror Lake“. Klar und brilliant spiegeln sich in dem See die umliegenden Klippen und Berge. Im Sommer ist das Wasser meist verschwunden und der ehemalige Gletschersee ausgetrocknet. Die Yosemite View Lodge liegt kurz vor dem Eingang zum Nationalpark.
TUI Blogtipp: Jan-Henrik hat dir seine TOP 10 Sehenswürdigkeiten im Yosemite-Nationalpark mitgebracht.
Top 4 – Mount-Rainier-Nationalpark, Washington
Besonderheit des Mount-Rainier-Nationalparks:
Für mich gibt es wenige schönere Orte auf der Welt als den Mount Rainier Nationalpark kurz nach der Schneeschmelze. Das Tauwasser und die ersten Sonnenstrahlen verwandeln die grünen Wiesen vor dem höchsten Berg der Kaskadenkette in ein in den schönsten Farben leuchtendes Blütenmeer. Dazu die Wasserfälle, die Bergseen und die unvergleichliche Tiervielfalt – das ist Natur pur! Auf hunderten Kilometern Wanderwegen erkundest du dieses Paradies.
Beste Reisezeit Mount-Rainier-Nationalpark:
Die beste Reisezeit reicht von Ende Juni bis Anfang September.
Reisetipps für den Mount-Rainier-Nationalpark:
Ich empfehle mindestens zwei Tage. Aber auch ein Aufenthalt von zwei Wochen ist hier problemlos möglich, ohne dass dir langweilig wird. Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzt, so dass ich eine frühe Vorausplanung empfehle. Die beiden Parkgebiete „Paradise“ und „Sunrise“ bieten die größte Dichte an spektakulären Sehenswürdigkeiten und Wanderwegen aller Längen und Schwierigkeitsgrade. Wenn du den Crater-Lake-Nationalpark und den Mount-Rainier-Nationalpark besuchen möchtest, kann ich dir eine Rundreise USA empfehlen. Zusätzlich erlebst du auf einer Rundreise den Olympic Nationalpark, den Mount St. Helens und die traumhafte Pazifikküste.
Top 5 – Canyonlands National Park Needles District, Utah
Besonderheit des Canyonlands National Parks Needles District:
Der Canyonlands Nationalpark gliedert sich in drei Teile: Island in the Sky, The Maze und Needles District. Letzterer liegt zwischen Moab und Monticello. Die Anfahrt vom Highway 191 über die UT 211 ist 56 Kilometer lang. Das sorgt dafür, dass der Park zu einem der weniger besuchten zählt. So hast du die phantastische Sandstein-Landschaft mit seinen namensgebenden Felsnadeln fast für dich alleine.
Beste Reisezeit Canyonlands National Park Needles District:
Der Park ist ganzjährig besuchbar. Frühjahr und Herbst eignen sich wegen der gemäßigten Temperaturen besonders. Im Sommer kann es sehr heiß werden.
Reisetipps für den Canyonlands National Park Needles District:
Ich empfehle ein bis zwei Tage Aufenthalt. Schnüre deine Wanderschuhe und nimm den über 20 Kilometer langen Trail durch den „Chesler Park“ unter die Füße. Unvergessliche Eindrücke entschädigen für all die Mühen. Auch die fast ebenso lange Wanderung zum riesigen „Druid Arch“ empfehle ich sehr. Die kleine Ortschaft Monticello bietet einige Motels und ist ein guter Ausgangspunkt für den Besuch des ganzjährig zu erkundenden Needles District. Ein deutlich höheres Angebot an Unterkünften bietet ansonsten der Ort Moab. Mein Tipp: Das moderne Hyatt Place Moab mit Pool und gutem Frühstück.
Top 6 – Joshua-Tree-Nationalpark, Kalifornien
Besonderheit des Joshua-Tree-Nationalparks:
Die karge Wüstenlandschaft, interessante Felsformationen und natürlich die namensgebende Joshua Palmlilie zeichnen diesen Park in der Nähe von Palm Springs aus.
Beste Reisezeit Mount-Rainier-Nationalpark:
Der Park ist ganzjährig ein tolles Ziel, im Sommer steigen die Temperaturen aber oft auf über 40 Grad.
Reisetipps für den Joshua-Tree-Nationalpark:
Verbringe mindestens einen ganzen Tag hier, um alle Highlights des Joshua-Tree-Nationalparks zu erleben. Mein Lieblingsort hier ist das „Hidden Valley“, durch das eine wunderschöne Wanderung führt. Aufgrund der Hitze bist du hier im Sommer fast allein. Von „Keys View“ hast du an klaren Tagen eine eindrucksvolle Aussicht auf das Coachella Valley, Palm Springs und den Salton See. Einzigartige Wüstenvegetation mit einer Vielzahl von Kakteen findest du im „Cholla Cactus Garden“. Aber Vorsicht bei der kurzen Wanderung: die „Jumping Cholla“ sprengt bei der kleinsten Berührung ganze Stachelbüsche ab, die sich nur sehr schmerzhaft wieder entfernen lassen. Da es keine Unterkünfte direkt im Park gibt, empfehle ich eine Übernachtung in der Greater Palm Springs Area. Mein Tipp: Das Palm Mountain Resort & Spa!
Top 7 – Death-Valley-Nationalpark, Kalifornien
Besonderheit des Death-Valley-Nationalparks:
Eines der trockensten und heißesten Gebiete der Erde lockt mit spektakulärer Natur und bietet außergewöhnliche Fotomotive: fast unbefahrene schnurgerade und bis zum Horizont reichende Highways, die farbenfrohe „Artist‘s Palette“, das „Badwater Basin“ – mit über 80 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der USA – oder die zerklüfteten Salzstrukturen des „Devil’s Golf Course“.
Beste Reisezeit Death-Valley-Nationalpark:
Die extremen Temperaturen im Sommer gehören für mich zu einem Besuch des Death-Valley-Nationalparks einfach dazu, so dass ich diese Jahreszeit nicht ausschließen würde und der Park ganzjährig besuchbar ist.
Reisetipps für den Death-Valley-Nationalpark:
Ich empfehle dir einen Besuch des Parks sowohl als Zwischenhalt auf dem Weg von Las Vegas Richtung Yosemite Nationalpark als auch für einen Zwei-Tages-Aufenthalt. Unvergesslich bleibt dir der Blick aus fast 1.700 Metern Höhe auf den zentralen Teil des Valley von „Dante’s View“ aus und die Sonnenuntergänge am „Zabriskie Point“. The Ranch at Death Valley liegt im Zentrum des Nationalparks in der Wüste und ist von atemberaubender Natur umgeben!
Top 8 – Big-Bend-Nationalpark, Texas
Besonderheit des Big-Bend-Nationalparks:
Durch seine Abgeschiedenheit zählt der Big Bend Nationalpark zu den weniger besuchten Parks der USA. Wenn du allerdings die lange Anfahrt auf dich nimmst, wirst du mit einer unheimlich vielfältigen Wüsten- und Gebirgslandschaft belohnt, deren Eindrücke sich für immer in deine Erinnerungen brennen. Die namensgebende Schleife des Rio Grande durchzieht den gesamten Park und das Staatsgebiet Mexikos ist so oft nur einen Steinwurf entfernt.
Beste Reisezeit Big-Bend-Nationalpark:
Frühjahr und Herbst. Die Temperaturen sind dann sowohl in den Bergen als auch den Wüstenebenen am angenehmsten.
Reisetipps für den Big-Bend-Nationalpark:
Ich empfehle mindestens drei volle Tage für die Erkundung des Parks einzuplanen. Der „Santa Elena Canyon“ und der „Boquillas Canyon“ direkt am Fluss zählen zu den Highlights deines Besuchs. Hoch oben in den „Chisos Mountains“ kommst du als Wanderfreund auf dem „Window Trail“ oder dem „Lost Mine Trail“ voll auf deine Kosten. Puma- und Bärensichtungen sind hier nicht ungewöhnlich.
Top 9 – Capitol-Reef-Nationalpark, Utah
Besonderheit des Capitol-Reef-Nationalpark:
Ein Paradies für Wanderfreunde ist diese Perle des Südwestens. Phantastische Canyons, Felsmonolithen, Steinbögen und die pittoreske Oase „Fruita“ am Fremont River erwarten dich. Die Wege innerhalb des Parks sind kurz und tolle Wanderungen gibt es in allen Schwierigkeitsstufen. Auf vielen Trails hast du die einzigartige Landschaft ganz für dich allein.
Beste Reisezeit Capitol-Reef-Nationalpark:
Ein Besuch ist ganzjährig möglich.
Reisetipps für den Capitol-Reef-Nationalpark:
Ein ganzer Tag Aufenthalt notwendig! Der Highway 12 zwischen Torrey und Escalante gehört zu den spektakulärsten Straßen der gesamten USA und ist Pflichtprogramm auf deinem Weg zwischen Capitol Reef und Bryce Canyon. Eine Übernachtung im Capitol Reef Resort sorgt für einen entspannten Besuch und lässt dich auch noch einen spektakulären Sonnenuntergang am „Chimney Rock“ erleben.
Top 10 – Grand-Canyon-Nationalpark, Arizona
Besonderheit des Grand-Canyon-Nationalparks:
Der Besuch dieses spektakulären Naturwunders steht nicht nur auf deinem und meinem Pflichtprogramm einer Südwest-Rundreise, sondern auch von über 6 Millionen weiteren Besuchern jährlich. Damit ist der Grand-Canyon-Nationalpark der meistbesuchte Park im Westen der USA.
Beste Reisezeit Grand-Canyon-Nationalpark:
Frühjahr und Herbst eignen sich am besten für den Besuch.
Reisetipps für den Grand-Canyon-Nationalpark:
Eine Übernachtung solltest du auf jeden Fall einplanen, um sowohl Sonnenuntergang als auch -aufgang vom Aussichtspunkt aus zu erleben. Entfliehe den Menschenmassen an den Aussichtspunkten des „South Rim“ entweder durch sehr frühes Aufstehen oder auf den anspruchsvollen Wanderwegen „Bright Angel Trail“ und „South Kaibab Trail“. Etwas ruhiger ist es auch am etwas höher gelegenen und nur von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffneten „North Rim“ auf der anderen Seite der Schlucht. Es gibt einige Lodges ohne großen Komfort direkt am Rim. Hier lohnt sich das frühzeitige Buchen, da diese gerade in den Sommermonaten schnell ausgebucht sind. Ansonsten gibt es im ca. 3 Kilometer vom Parkeingang liegenden Ort Tusayan einige Hotels. Hier empfehle ich das schöne Best Western Premier Grand Canyon Squire Inn.
Ich hoffe, dass ich euch mit den schönsten Westküste USA Nationalparks beeindrucken konnte. Wer noch mehr Inspiration sucht, der sollte sich unbedingt den Beitrag ► Marc Bächtold nimmt dich mit auf seinen Roadtrip durch Utahs Nationalparks und Landschaften durchlesen!
Übersicht Nationalparks USA Karte – Westküste
Häufige Fragen zu Nationalparks USA
Der Yellowstone-Nationalpark in den USA ist der älteste Nationalpark der Welt und wurde am 1. März 1872 gegründet, um die einzigartige Naturlandschaft zu schützen.
Eintrittspreise im Überblick
Pro Park (Standard): Ca. 20 Dollar – 35 Dollar pro Fahrzeug
America the Beautiful Pass (Jahrespass): Für Nicht-US-Bürger: 250 Dollar | Für US-Bürger/Permanent Residents: 80 Dollar
Zusatzgebühr (Popular Parks): 100 Dollar pro Person (entfällt mit dem 250 Dollar-Pass)
(Stand 2026)
Für das Parken in den USA Nationalparks muss man oft im Voraus reservieren, insbesondere für die großen Parks (z.B. Yosemite, Grand Canyon), über die Website recreation.gov, muss man spezielle Zeitfenster buchen.
